Eine Frau und ein Mädchen sitzen entspannt nebeneinander auf einem dunklen Sofa. Das Mädchen hält ein Smartphone in einer lila Hülle und zeigt der lächelnden Frau aufmerksam einen Inhalt auf dem Bildschirm. Beide wirken fröhlich und befinden sich in einem aktiven Austausch. Im Hintergrund ist eine große grüne Zimmerpflanze zu sehen. Das Bild illustriert gemeinsame Mediennutzung, das Mentoring durch Erwachsene und eine vertrauensvolle Beziehung. Es symbolisiert digitale Teilhabe, den Abbau von Berührungsängsten gegenüber Technik und die Stärkung der Bindung durch geteilte digitale Erlebnisse im häuslichen Umfeld.
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Sind Kindersicherungen sinnvoll?

Mit einer Kindersicherung kannst du die Bildschirmzeit deines Kindes begrenzen und Inhalte gezielt blockieren. Trotzdem bietet sie keinen umfassenden Schutz. Hier erfährst du, wie du dein Kind für mögliche Gefahren sensibilisieren kannst.  

Kindersicherungen bieten keinen vollständigen Schutz

Kindersicherungen helfen vor allem bei Kindern im Primarschulalter, den Zugang zu Gewalt, Erotik oder anderen verstörenden Inhalten zu reduzieren. Sie bieten jedoch keinen vollständigen Schutz. 

Ältere Kinder sind erfinderisch und können die Kindersicherung oft umgehen. Es ist deshalb zentral, dass du mit deinem Kind im Gespräch bleibst. Entdecke dazu unsere «Inputs».

Inputs

  • Medienzeit ist auch Familienzeit

    Schaut oder spielt Games gemeinsam. Interessiere dich für die Medienwelt deines Kindes. Lobe Erfolge oder kreative Ideen. Solche Momente stärken das gegenseitige Vertrauen und ermöglichen gute Gespräche.

    Eine dreiköpfige Familie sitzt entspannt auf einem hellen Sofa und nutzt gemeinsam einen Laptop. Der Sohn bedient die Tastatur, während Vater und Mutter (mit einem kleinen Hund auf dem Schoß) interessiert und lächelnd auf den Bildschirm schauen. Das Bild illustriert familienzentrierte Mediennutzung, das gemeinsame Lernen am Computer und eine positive Begleitung durch die Eltern. Es symbolisiert Zusammenhalt, digitale Teilhabe für alle Generationen und die Beratung des Psychosozialen Gesundheitszentrums zur Förderung einer gesunden und verbindenden Familienkommunikation im digitalen Zeitalter.
  • Gemeinsam kindergerechte Plattformen entdecken

    Besuche gemeinsam mit deinem Kind im Primarschulalter Seiten wie «fragFINN», «seitenstark.de» oder «Kika.de». So lernt dein Kind, wie es vertrauenswürdige Inhalte erkennen kann. 

     

    Sei dir bewusst: Kinder verlieren das Interesse an diesen Plattformen schnell und surfen lieber auf Seiten, die in ihrem Umfeld beliebt sind (z.B. Roblox oder YouTube). Es ist kaum möglich, dies zu ändern. Zeige deshalb Interesse an dem, was dein Kind tut, und bleibe mit ihm im Austausch. 

    Ein Vater und sein Sohn sitzen eng zusammen auf einem Sofa und bedienen gemeinsam ein Tablet. Beide lachen herzlich, während der Vater mit dem Finger auf den Bildschirm zeigt. Das Bild illustriert positive Medienerziehung, den Spaß an gemeinsamer digitaler Freizeitgestaltung und eine starke Vater-Kind-Bindung. Es symbolisiert die Begleitung von Kindern im Internet, das Teilen von Interessen und die Förderung von Medienkompetenz in einem geschützten, familiären Rahmen.
  • Über Inhalte sprechen

    Nimm dir Zeit und frage dein Kind, was es gesehen hat, wie es sich dabei gefühlt hat und was es spannend oder komisch fand. So bleibst du in Kontakt und in Beziehung – das ist der Schlüssel.

    Ein Mädchen sitzt im Schneidersitz auf einem roten Sofa und spricht konzentriert mit einem Erwachsenen, der ihr gegenübersitzt (Rückenansicht). Das Kind untermalt seine Erzählung mit einer Handgeste, während es direkten Blickkontakt hält. Das Bild illustriert kindliche Selbstwirksamkeit, das ernsthafte Gespräch auf Augenhöhe und die Förderung der Ausdrucksfähigkeit. Es symbolisiert einen sicheren Raum für Kinder, um ihre Meinung zu äußern, sowie die professionelle Gesprächsführung in der pädagogischen Beratung.
  • Kindersicherung offenlegen

    Erkläre, welche Inhalte auf dem Smartphone gesperrt sind und wie die Nutzungszeiten aussehen. Erkläre deinem Kind, warum eine Kindersicherung wichtig ist. Sie schützt das Kind vor Dingen, die ihm nicht guttun oder die es nicht sehen möchte. So weiss dein Kind, dass es geschützt wird und jederzeit mit dir sprechen kann, wenn es verunsichert ist.

    Ein Vater kniet liebevoll am Bett seines Sohnes, der bereits unter der Decke liegt. Beide halten Händchen und blicken sich lächelnd und vertrauensvoll in die Augen. Das Bild illustriert ein gesundes Abendritual für Kinder, die Bedeutung von Väterpräsenz und das Schaffen von Sicherheit vor dem Einschlafen. Es symbolisiert den wertvollen Austausch über die Erlebnisse des Tages, emotionale Nähe und die Prävention von Schlafstörungen durch elterliche Zuwendung.
  • Risiken ansprechen und dafür sensibilisieren

    Sprich über mögliche Gefahren, ohne deinem Kind Angst zu machen. Informiere altersgerecht und sachlich. Du kannst zum Beispiel sagen: Im Internet gibt es Dinge, die nicht für Kinder gedacht sind. Wenn dir etwas komisch vorkommt oder dich verunsichert, komm jederzeit zu mir.

    Ein Vater sitzt seinem sichtlich traurigen Sohn auf einem grauen Sofa gegenüber. Er hält die Hände des Jungen fest in seinen und hat ihm tröstend eine Hand auf die Schulter gelegt, während sie ein ernstes, aber liebevolles Gespräch führen. Das Bild illustriert väterliche Empathie, die Krisenbewältigung in der Familie und den Aufbau von Vertrauen in schwierigen Lebensphasen. Es symbolisiert Sicherheit, männliche Bezugspersonen als emotionale Stütze und die professionelle Begleitung durch das Psychosoziale Gesundheitszentrum (PSGZ) bei Verhaltensauffälligkeiten oder Sorgen.

Weiterführende Informationen

Artikel

Kindergerechte Plattformen

Auf der Suche nach Websites für Kinder? 

Zischtig.ch hilft mit diesem Online-Artikel.

Artikel

Medienplanung

Was, wenn die Kleinen schon wollen, was die Grossen dürfen? Hier gibts Lösungsansätze und Hinweise von zischtig.ch.

Tipps

Kindersicherungen einrichten

Eine Kindersicherung ist eine Software, die bestimmte Inhalte im Internet sperrt oder die Zugriffszeit beschränkt. Swisscom zeigt, wie es geht.

Artikel

Wie Kinder Steuerungen umgehen

Hier können Beispiele, wie Kinder die Bildschirmzeitbeschränkungen umgehen, gefunden werden und welche Massnahmen Eltern ergreifen können, um dem entgegenzuwirken.

Wissenschaft to go

Zeitlimiten kombiniert mit einer Erklärung sind besonders wirksam

Die JIM-Studie 2021 zeigt: Rund 60% der Eltern in Deutschland nutzen Kindersicherungen. Sie setzen beispielsweise Zeitlimits oder Filter ein, damit Kinder nicht zu viel oder ungeeignete Inhalte sehen.  

 

Die JIM-Studie 2021 wie auch die JIM-Studie 2024 machen deutlich, dass technischen Schutzfunktionen hilfreich sind. Diese wirken jedoch am besten, wenn die Eltern sie mit Gesprächen und Erklärungen kombinieren. 

 

Die Kindersicherung von Android funktioniert nur bis zum 13. Lebensjahr. Danach werden die Kinder automatisch in die Freiheit entlassen. 

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