Ein kleines Kind sitzt allein an einem großen Esstisch und bedient mit gesenktem Kopf ein Smartphone, das flach auf der Tischdecke liegt. Das Kind stützt den Kopf auf eine Hand, während die andere Hand den Bildschirm berührt. Im Hintergrund ist eine helle Zimmertür zu sehen. Das Bild illustriert frühzeitige Handynutzung, die passive Körperhaltung bei digitalem Konsum und die Herausforderung, bildschirmfreie Zonen im Familienalltag zu etablieren. Es symbolisiert die Allgegenwärtigkeit von Technik, potenzielle Isolation am Esstisch und die Relevanz einer bewussten Begleitung der Medienzeit von Kleinkindern.
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Wann das erste Smartphone?

Ist unser Kind schon bereit fürs erste Handy? Diese Frage stellen sich alle Eltern früher oder später. Die Antwort hängt nicht vom Alter deines Kindes ab, sondern von seiner Reife. Finde hier heraus, wann dein Kind reif fürs erste Smartphone ist.  

Sanfter Übergang: vom Tastenhandy zum Smartphone

Es muss nicht immer gleich ein Smartphone sein: Wenn du dein Kind auf dem Weg zu Freundinnen und Freunden oder nach dem Sport telefonisch erreichen möchtest, reicht für den Start vielleicht auch ein einfaches Tastenhandy mit Prepaid-Karte. Finde mit Hilfe weiterer «Inputs» heraus, ob dein Kind für ein Smartphone reif genug ist und wann ein erstes Kinderhandy Sinn machen kann.

Es muss nicht immer gleich ein Smartphone sein: Wenn du dein Kind auf dem Weg zu Freundinnen und Freunden oder nach dem Sport telefonisch erreichen möchtest, reicht für den Start vielleicht auch ein einfaches Tastenhandy mit Prepaid-Karte. Finde mit…

Inputs

  • Tastenhandy statt Smartphone für den Start

    Geht es dir ausschliesslich darum, dass du dein Kind erreichen möchtest? Dann reicht zu Beginn auch ein einfaches Tastenhandy mit einer Prepaid-Karte und ohne mobiles Internet. Es erlaubt deinem Kind, Textnachrichten (SMS) zu schicken und zu telefonieren.

    Nahaufnahme der Hände einer Person, die ein klassisches Tastenhandy (Feature Phone) bedient. Das Gerät ist schlicht und funktional, ohne modernes Touch-Display. Das Bild illustriert den Trend zum Digital Detox, die Reduktion auf Basisfunktionen der Kommunikation und den bewussten Verzicht auf soziale Medien und App-Überflutung. Es symbolisiert digitale Achtsamkeit, den Schutz vor ständiger Ablenkung und die Beratung des Psychosozialen Gesundheitszentrums zur Stressprävention und zur Rückgewinnung von analoger Lebenszeit.
  • Verantwortungsbewusstsein deines Kindes

    Social Media, Bildschirmzeit, Datenschutz: Ein Smartphone bringt viel Verantwortung mit sich. Bevor dein Kind ein Smartphone bekommt, frage dich:

    • Hält mein Kind Absprachen im Alltag zuverlässig ein?
    • Kommt es bei Problemen von sich aus auf mich zu?
    • Nutzt es ein Familiengerät (z.B. Tablet) schon verantwortungsvoll?
    • Kann es selbst reflektieren, welche Inhalte gut oder ungeeignet sind?
    • Kennt es seine Bildschirmzeiten und kann sie einhalten?
    Eine Familie bereitet gemeinsam das Abendessen vor. Ein junges Mädchen deckt lächelnd den hölzernen Esstisch, während die Mutter im Hintergrund weiteres Geschirr bringt und der Vater in der Küche arbeitet. Das Bild illustriert kindliche Mitwirkung im Alltag, positive Familienroutinen und das Erlernen von Verantwortung durch kleine Aufgaben. Es symbolisiert Zusammenhalt, Struktur und die Bedeutung von gemeinsamen Mahlzeiten für eine gesunde psychosoziale Entwicklung innerhalb der Familie.
  • Sicher surfen im Internet

    Dein Kind sollte vor dem ersten Smartphone Erfahrungen mit dem Internet gesammelt haben. Es sollte wissen, welche Seiten für sein Alter geeignet sind. Und es sollte verstehen, dass nicht alle Inhalte harmlos und vertrauenswürdig sind. Kindersuchmaschinen wie «fragFINN» oder «Kika.de» sind kindgerechte Alternativen zu Google & Co. 

    Grössere Kinder nutzen oft Suchdienste wie Google. Es lohnt sich, die Kinder im Gespräch dafür zu gewinnen, ethisch bessere Suchdienste wie «Qwant» oder «duckduckgo» zu nutzen.

    Seitenansicht eines Jungen, der tief versunken auf einem Sofa sitzt und ein Smartphone im Querformat zum Spielen nutzt. Sein Blick ist starr auf das Display gerichtet, während im Hintergrund ein Apfel als gesundes Pausensymbol liegt. Das Bild illustriert intensives mobiles Gaming bei Kindern, die starke Konzentration auf digitale Spiele und das Phänomen der Immersion. Es symbolisiert die Notwendigkeit einer ausgewogenen Medien-Balance, die Bedeutung von bildschirmfreien Pausen und die Beratung des Psychosozialen Gesundheitszentrums zur Prävention von exzessivem Videospielkonsum.
  • Komplexität verstehen und überschauen können

    Ein Smartphone erfordert technisches Verständnis. Dein Kind sollte Einstellungen (z.B. WLAN, Bluetooth oder GPS) verstehen, Werbung und In-App-Käufe einschätzen können und wissen, welche Daten besser privat bleiben.

    Eine Mutter und ihr Sohn sitzen gemeinsam auf einem Sofa und nutzen digitale Geräte. Der Junge trägt auffällige grüne Kopfhörer und bedient konzentriert ein Tablet, während die Mutter lächelnd neben ihm sitzt und ihr Smartphone hält. Das Bild illustriert begleiteten Medienkonsum, die Nutzung von Lern-Apps für Kinder und eine entspannte Atmosphäre bei der digitalen Wissensvermittlung. Es symbolisiert moderne Medienerziehung, die Förderung von IT-Kompetenz und die Unterstützung durch das Psychosoziale Gesundheitszentrum bei Fragen zur digitalen Balance.
  • Umgang mit Risiken kennen

    Kinder müssen verstehen, dass im Internet auch Gefahren lauern. Und sie sollten wissen, wie sie sich schützen können. Das heisst:

    • Sie haben ein Gefühl dafür, wenn etwas nicht stimmt oder sich komisch anfühlt.
    • Sie suchen bei komischen Gefühlen eine Vertrauensperson auf.
    • Sie erkennen, wann Inhalte unangemessen sind.
    • Sie blockieren oder melden unerwünschte Kontakte.

    Der wichtigste Schutz bleibt das Gespräch mit dir. Ermutige dein Kind, sich jederzeit an dich zu wenden. 

     

    Buchtipp:

    Das Buch «Sicher im Netz! Wie schütze ich mich vor Missbrauch und Betrug?» von Dagmar Geisler bietet dir einen guten Einstieg ins Thema. Es enthält viele Beispiele und Tipps und ist eine ideale Basis für ein Gespräch mit Primarschulkindern. 

    Ein Jugendlicher und eine Beraterin oder Mutter sitzen sich in einem modern eingerichteten Jugendzimmer auf einem Bett gegenüber. Sie befinden sich in einem intensiven Gespräch, wobei der Fokus auf dem aufmerksamen Austausch liegt. Im Vordergrund liegen Kopfhörer, im Hintergrund ist eine Gitarre zu sehen, was die Lebenswelt von Teenagern unterstreicht. Das Bild illustriert professionelle Jugendberatung, die Bewältigung von Pubertätskonflikten und das Schaffen eines vertrauensvollen Rahmens für schwierige Themen im Jugendalter.
  • Den Wert eines Smartphones kennen

    Ein Smartphone kostet viel Geld. Dein Kind sollte den Wert kennen und lernen, verantwortungsvoll mit Ausgaben umzugehen. Du darfst es auch direkt in finanzielle Fragen einbeziehen, z.B. durch eine kleine finanzielle Beteiligung.

    Eine Familie – bestehend aus Vater, Mutter und Tochter – sitzt entspannt und lachend gemeinsam auf dem Boden und Sofa in ihrem Wohnzimmer. Die Szene wirkt warm und einladend, mit weichen Kissen und einer gemütlichen Einrichtung. Das Bild illustriert positive Familiendynamik, den Wert von gemeinsamer Qualitätszeit und ein stabiles häusliches Umfeld. Es symbolisiert emotionale Sicherheit, soziale Integration und die präventive Arbeit des Psychosozialen Gesundheitszentrums zur Stärkung des Familienzusammenhalts.

Weiterführende Informationen

Checkliste

Wann ist der richtige Zeitpunkt für das erste eigene Smartphone?

Eine Checkliste mit Hintergrundwissen und nützlichen Tipps soll Ihnen beim Entscheid um das erste eigene Smartphone für das Kind oder den Jugendlichen helfen.

Checkliste

Ist mein Kind fit für ein eigenes Smartphone?

Ist Ihr Kind reif für ein Smartphone? Diese Checkliste gibt Eltern eine grobe Orientierung bei der Entscheidung.

Kurz-Check

Ist mein Kind reif fürs eigene Handy?

Ab wann soll mein Kind ein eigenes Smartphone besitzen? Eine starre Altersgrenze als Antwort zu definieren, macht wenig Sinn. Denn entscheidend ist nicht das Alter, sondern die Reife des Kindes. Dieser Kurz-Check hilft dabei.

Artikel

Ist mein Kind reif für ein Smartphone?

"SCHAU HIN!" rät Eltern, vor der Anschaffung genau zu überlegen, ob das Kind schon bereit für ein eigenes Gerät ist. Welche Kriterien sie bei dieser Entscheidung berücksichtigen können, verrät dieser Artikel.

Artikel

Ab wann ein Handy?

Der Online-Artikel von Zischtig.ch gibt Eltern Orientierung, ab welchem Alter man seinem Kind ein Handy geben soll.

Wissenschaft to go

Kinder erhalten ihr erstes Smartphone durchschnittlich mit 8 Jahren

Die KIM-Studie 2024 (repräsentative Studie zum Medienumgang von 6- bis 13-Jährigen in Deutschland) zeigte: Das durchschnittliche Alter, in dem Kinder ihr erstes Smartphone erhalten, liegt bei 8 Jahren und 6 Monaten. In der Schweiz zeigte die MIKE-Studie 2021 (repräsentative Befragung von über 1000 Kindern zwischen 6 und 13 Jahren): Kinder sind im Schnitt 10 Jahre alt, wenn sie ihr erstes eigenes Smartphone erhalten.

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