Zwei jugendliche Mädchen sitzen entspannt auf einer Außentreppe und blicken lächelnd auf ein Smartphone mit bunter Hülle. Eine von ihnen hält zudem Schulunterlagen in der Hand. Die Szene illustriert den positiven sozialen Austausch über digitale Medien, die Integration von Smartphones in den Schulalltag und eine vertrauensvolle Freundschaft. Es symbolisiert Medienkompetenz in der Peer-Group, das gemeinsame Entdecken von Online-Inhalten und die Unterstützung des Psychosozialen Gesundheitszentrums bei der Förderung einer gesunden digitalen Kommunikationskultur unter Schülern.
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Digitale Lebenswelten von Jugendlichen

Hier erfährst du, wie und weshalb Smartphones als Chance gesehen werden können und was die beliebtesten Apps sind. Wir zeigen, welche Games du kennen musst, und auf welchen Chat-Diensten und sozialen Medien dein Kind unterwegs ist. Ausserdem behandeln wir das Thema Künstliche Intelligenz (KI).

Smartphones als Chance

  • Multifunktionalität: Die Beliebtheit von Smartphones und Tablets ist nicht verwunderlich, denn sie sind unterhaltsam und praktisch. Mit einem einzigen Gerät kann man gestalten, spielen oder sich vernetzten, was früher unmöglich war.
  • Vernetzung und Flexibilität: Smartphones vereinfachen das Leben enorm. Man kann sich in einer fremden Stadt orientieren, findet Bus- und Zugverbindungen in einer App und kann sogar das passende Ticket kaufen. Kurzfristige Verabredungen sind möglich. Und man kann orts- und zeitunabhängig Kontakte pflegen und sich mit Freundinnen und Freunden sowie der Familie austauschen.
  • Alltagshelfer: Der Familienalltag lässt sich leicht über das Smartphone planen. Zudem können sich alle jederzeit Nachrichten schicken. Als Elternteil ist man beruhigter, wenn man weiss: Ich kann mein Kind überall erreichen und es kann mich von überall anrufen. Auch Jugendlichen gibt das Smartphone ein Gefühl von Sicherheit, wenn sie unterwegs sind.
  • Zugehörigkeit: Der Wunsch, sich mit anderen verbunden zu fühlen, ist ein Grundbedürfnis. Unter Kindern und Jugendlichen ist das Smartphone Teil dieses Zugehörigkeitsgefühls. Im Freundeskreis ist das Handy zentral für die Kommunikation und den Austausch, sei es mit Gruppen oder einzelnen Personen.
  • Unterhaltung und Lernen: Heruntergeladene Filme, Spiele oder Serien sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Das Smartphone bietet mit Lern- und Wissensapps aber noch mehr: Es kann bei Hausaufgaben helfen und dazu einladen, Neues zu entdecken und sich neues Wissen anzueignen.
  • Fotos und Erinnerungen: Mit der integrierten Kamera- und Videofunktion lassen sich erlebte Momente einfangen. Die immer grösseren Speicherkapazitäten ermöglichen es, diese Erlebnisse zu dokumentieren und festzuhalten.
  • Entspannung: Bei Jugendlichen werden die unterschiedlichen Funktionen des Smartphones oft auch genutzt, um «runterzukommen» und sich zu entspannend – sei es beim Musikhören, Chatten, Spielen von Games oder Anschauen von Fotos von Freundinnen und Freunden. 
Drei Jugendliche sitzen gemeinsam im Freien und betrachten aufmerksam ein Smartphone. Sie lächeln und interagieren eng miteinander, während sie digitale Inhalte teilen. Das Bild illustriert die Bedeutung von sozialen Medien für Teenager, die gemeinschaftliche Mediennutzung und den Stellenwert von Peer-Interaktion im digitalen Zeitalter. Es symbolisiert Freundschaft, digitale Teilhabe und die Herausforderungen sowie Chancen der jugendlichen Medienwelt.

Beliebteste Apps

Das Smartphone ist ein wichtiger Alltagsbegleiter. Kinder und Jugendliche nutzen ein breites Spektrum an Funktionen und Anwendungen. Laut der JAMES-Studie 2024 sind Instagram, TikTok, Snapchat und WhatsApp die beliebtesten Apps von Jugendlichen. Weiter werden YouTube, Brawl Stars, Pinterest, Spotify und BeReal häufig genutzt. Unter folgenden Links findest du Informationen zu Inhalten und zur Handhabung der oft genutzten Apps.

Möchtest du eine Einschätzung zu einer App, die dein Kind nutzt? Im App-Test findest du dazu viele Informationen. 

 

Games

Smartphones sind für viele Kinder und Jugendliche tägliche Begleiter – auch fürs Gamen. Welche Spiele dabei besonders beliebt sind, zeigen verschiedene Studien aus der Schweiz. Die Spielauswahl hängt oft vom Alter, den Freundinnen und Freunden sowie aktuellen Trends ab. Laut der JAMES-Studie 2022 und der MIKE-Studie 2021 zählen folgende Games zu den am häufigsten genutzten:

  • Brawl Stars – actionreiches Teamspiel mit kurzen Runden, beliebt bei 10- bis 16-Jährigen
  • Clash Royale – strategisches Kartenspiel mit Wettkampfcharakter
  • Roblox – Plattform mit unzähligen Mini-Games, besonders beliebt bei Kindern
  • Minecraft – kreatives Bauen, Erkunden und Spielen, auch mobil ein Dauerbrenner
  • Subway Surfers – klassischer Endless-Runner, oft bei Jüngeren beliebt
  • Among Us – soziales Deduktionsspiel, besonders im Freundeskreis gespielt
  • Pokémon GO – vor allem im Sommer stärker genutzt
  • TikTok- und Snapchat-Minispiele – In-App-Games auf Social-Media-Plattformen gewinnen an Beliebtheit

     

Unterschiede nach Alter:

  • Kinder (ca. 8 bis 12 Jahre): eher kreativere und bunte Spiele wie Roblox oder Minecraft
  • Jugendliche (ca. 13 bis 17 Jahre): eher kompetitive Spiele wie Brawl Stars oder Clash Royale

 

Gerade bei Online-Games ist es wichtig, dass Eltern den Überblick behalten: Spielzeiten, In-App-Käufe, Chatfunktionen und Altersfreigaben sollten bewusst mit dem Kind besprochen werden. Gemeinsames Ausprobieren kann helfen, die Faszination zu verstehen und über Chancen wie auch Risiken ins Gespräch zu kommen.

Chat-Dienste und soziale Medien

Chat- und Messenger-Dienste ermöglichen es Kindern und Jugendlichen, jederzeit mit Freundinnen und Freunden in Kontakt zu bleiben und sich auszutauschen (weitere Informationen hier). Besonders soziale Medien wie Instagram, Snapchat oder TikTok sind heute fester Bestandteil ihres Alltags. Sie bieten Jugendlichen neue Räume, um sich mitzuteilen, Anerkennung zu erfahren und Zugehörigkeit zu erleben, was zentrale Themen in einer prägenden Entwicklungsphase sind. Gleichzeitig braucht es Begleitung durch die Eltern. Wenn sie mit ihren Kindern über Chancen und Risiken sprechen, können sie Orientierung geben. Wichtige Themen dabei sind unter anderem:

Künstliche Intelligenz (KI)

Im Rekordtempo erobern KI-Tools den Alltag. Laut JAMES-Studie 2024 haben rund 71 Prozent der Jugendlichen bereits Erfahrungen mit ChatGPT und ähnlichen Tools gemacht. 28 Prozent nutzen KI regelmässig zur Informationssuche. An künstlicher Intelligenz kommt heute niemand mehr vorbei. Deshalb ist es zentral, dass Kinder und Jugendliche verstehen, wie KI-Tools funktionieren, wie sie eingesetzt werden können und wo man vorsichtig sein und kritisch hinterfragen sollte. Mehr zum Thema Algorithmen, KI, ChatGPT, Copilot, Gemini & Co erfährst du hier.