Ein Junge sitzt allein im Schneidersitz auf einem Teppich vor einem Sofa und blickt konzentriert auf ein Smartphone in seinen Händen. Das Bild illustriert die frühe Konfrontation mit digitalen Inhalten, die Alleinnutzung von Medien im Kinderzimmer und die Faszination für mobile Endgeräte. Es symbolisiert die Notwendigkeit von Kinderschutzeinstellungen, die Beratung zur Medienkompetenz durch das Psychosoziale Gesundheitszentrum und die Begleitung von Kindern in einer vernetzten Welt.
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Risiken & Prävention

Onlinesucht

Games, Apps und soziale Medien faszinieren Kinder und Jugendliche, denn sie bieten Abenteuer, Erfolgserlebnisse und ein Gefühl der Zugehörigkeit. Viele Plattformen arbeiten mit ausgeklügelten Belohnungssystemen, die dazu motivieren, immer weiterzumachen. Das kann schnell in eine problematische Nutzung kippen. Wenn sich das Leben zunehmend ins Digitale verlagert, kann das langfristige Folgen haben. Hier erfährst du, woran du eine mögliche Onlinesucht erkennst und wie du dein Kind dabei unterstützen kannst, eine gesunde Balance zwischen digitaler und analoger Freizeit zu finden.

Kostenfallen

Ob Musik, Filme, Games oder Gadgets: Kinder und Jugendliche finden online vieles, was sie wollen. Beim Anklicken von Gewinnspielen, Werbung oder Links über Messenger-Dienste ist jedoch Vorsicht geboten. Viele Apps sind kostenlos verfügbar. Letztlich sind sie aber so aufgebaut, dass Zusatzfunktionen gegen Bezahlung freigeschalten werden müssen oder nur eine Basisversion kostenlos genutzt werden kann. Gerade für Kinder sind solche Mechanismen nicht immer nachvollziehbar und erkennbar. In-App-Käufe sind besonders bei Games weitverbreitet. Für Eltern heisst das: gut informieren, Kinder aufklären, klare Regeln aufstellen und technische Schutzfunktionen nutzen. Hier erfährst du, was du rund ums Thema Download, Upload, Streaming, Online-Shopping wissen musst. 

 

Weiterer Link zum Thema: Kostenfalle Smartphone: So können sich Kinder schützen

Eine Mutter und ihre Tochter sitzen eng beieinander auf einem hellen Sofa. Die Mutter zeigt der Tochter etwas auf einem Smartphone und erklärt es ihr mit zugewandter Mimik, während das Mädchen aufmerksam auf das Display blickt. Das Bild illustriert aktive Medienbegleitung, das gemeinsame Erkunden digitaler Inhalte und eine vertrauensvolle Mutter-Kind-Interaktion. Es symbolisiert die Förderung von Medienkompetenz in der Familie und die präventive Beratung des Psychosozialen Gesundheitszentrums zum sicheren Umgang mit dem Internet.

Cybermobbing

Gemäss JAMES-Studie 2024 wurden 57 Prozent der Jugendlichen in der Schweiz innerhalb der letzten zwei Jahre in privaten Nachrichten beleidigt. Ebenso gaben 43 Prozent der 12- bis 19-Jährigen an, dass sie schon mal andere in persönlichen Nachrichten beleidigt haben. 

Unter Cybermobbing versteht man wiederholte Angriffe im Netz, zum Beispiel durch peinliche Fotos im Klassenchat, fiese Gerüchte auf Social Media oder Droh-Nachrichten. Was harmlos beginnt, kann für Betroffene sehr belastend werden, vor allem dann, wenn sie sich nicht trauen, darüber zu sprechen. Deshalb ist es wichtig, Kinder früh fürs Thema zu sensibilisieren, Warnsignale ernst zu nehmen und als Eltern aktiv hinzuschauen. Zudem sollten Jugendliche wissen: Cybermobbing ist kein Kavaliersdelikt. Es kann strafbar sein – und ab 10 Jahren ist man strafmündig. Mehr Informationen zum Thema Cybermobbing und Tipps für Eltern findest du hier

 

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Hassrede und Diskriminierung

Ob wegen Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder Geschlecht: Im Netz kommt es immer wieder zu Anfeindungen und Diskriminierungen. Online fällt es vielen leichter, Hass zu verbreiten, weil sie ihr Gegenüber nicht persönlich sehen. Oft bekommen gerade solche Inhalte besonders viel Aufmerksamkeit. Kinder und Jugendliche müssen lernen, solche Grenzen zu erkennen, und wissen, wie sie mit Beleidigungen oder Hass im Netz umgehen können. Als Elternteil kannst du dein Kind dabei unterstützen, eine klare Haltung einzunehmen und sich gegen Diskriminierung starkzumachen. Was versteht man genau unter Hassrede, Diskriminierung und Shitstorm? Antworten sowie weitere Informationen und Tipps für dich und dein Kind findest du hier.

 

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Gewalt

Gewalt ist in Medien allgegenwärtig – ob in Trickfilmen, Games oder YouTube-Videos. Was harmlos beginnt, wie bei Tom & Jerry, kann schnell in schockierende oder verstörende Inhalte übergehen. Dabei ist oft unklar, ob sie echt sind oder nicht. Eltern kann dies verunsichern, denn Kinder und Jugendliche können leicht mit solchen Inhalten in Berührung kommen, sei es unbeabsichtigt oder über Freundinnen und Freude. 

Extremismus und Radikalisierung

Im Internet können Jugendliche auf digitale Gewalt, extremistische Inhalte oder radikale Botschaften stossen. Oft erkennen sie nicht, dass sich dahinter gezielte Manipulation oder antidemokratische Strategien verbergen und teilen solche Inhalte möglicherweise unbewusst. Was online passiert, kann auch im echten Leben Folgen haben. Als Elternteil oder Bezugsperson kannst du dein Kind dabei unterstützen, solche Inhalte kritisch zu hinterfragen, seine Haltung stärken und einen respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Meinungen lehren. Mehr zum Thema erfährst du hier.

Ein Vater und sein Sohn sitzen gemeinsam auf einem hellen Sofa. Der Vater hält die Hände des Jungen und blickt ihn aufmerksam und zugewandt an, während sie ein tiefes Gespräch führen. Die Szene illustriert aktive Väterlichkeit, emotionale Unterstützung und die Stärkung der Vater-Sohn-Bindung. Es symbolisiert den sicheren Hafen innerhalb der Familie, die Förderung von Empathie bei Jungen und die professionelle Begleitung des Psychosozialen Gesundheitszentrums bei Erziehungs- und Beziehungsfragen.

Sexualität und Aufklärung im digitalen Zeitalter

Neugier auf Sexualität ist ein normaler Teil des Erwachsenwerdens. Viele Jugendliche informieren sich heute online oder flirten über soziale Medien. Dabei können auch Risiken entstehen: Pornos vermitteln oft ein verzerrtes Bild von Sexualität und intime Bilder können schnell die Runde machen. Weiter können über Bluetooth, Chat-Dienste oder E-Mail unbeabsichtigte Inhalte empfangen werden, die problematisch oder nicht altersgerecht sind. Wichtig ist, dass du als Elternteil offen mit deinem Kind über diese Themen sprichst und sie verständnisvoll begleitest. Weiterführende Informationen findest du hier.

 

Weiterer Link zum Thema: Sextortion – was können Opfer tun?

Sexuelle Übergriffe im Internet

Das Internet und Technologien wie künstliche Intelligenz ermöglichen neue Formen sexualisierter Gewalt. Wie die JAMES-Studie 2024 zeigt, wurden 45 Prozent der Mädchen und 20 Prozent der Jungen in der Schweiz innerhalb der letzten zwei Jahre im Netz von einer fremden Person mit sexuellen Absichten angesprochen. Über soziale Netzwerke, Games oder Chats können Täter/innen leicht Kontakt aufnehmen. 

 

Auch erotische oder pornografische Inhalte können ungefragt auftauchen und weiterverbreitet werden. Deshalb ist es wichtig, dass du als Elternteil oder Bezugsperson weisst, wie du dein Kind schützen und mit ihm offen über Risiken sprechen kannst. Weiter sollen Kinder und Jugendliche lernen, sich selbstbewusst und sicher im Netz zu bewegen. Weitere Informationen zu Themen wie Grooming, Kinderpornografie, Live-Streaming, Sextortion usw., zu Strategien von Täterinnen und Tätern sowie Tipps für dich und dein Kind findest du hier.

 

 

Nahaufnahme einer einfühlsamen Beratungssituation: Eine Frau hält tröstend die Hände einer jungen Frau, die erschöpft, aber sicher auf einem Sofa sitzt. Beide sind in eine Decke gehüllt, was eine Atmosphäre von maximaler Geborgenheit und Schutz vermittelt. Das Bild illustriert Krisenintervention, emotionale Unterstützung bei Erschöpfung oder Trauer und die tiefe menschliche Ebene der psychosozialen Arbeit. Es symbolisiert den sicheren Hafen, den das Psychosoziale Gesundheitszentrum für Menschen in seelischer Not bietet.“