Digitaler Fussabdruck
Was einmal im Netz ist, bleibt im Netz – und diese Regel gilt für alle Familienmitglieder. Jedes Foto und jede Nachricht, die über soziale Medien oder andere Plattformen geteilt werden, sind damit im Grunde veröffentlicht. Selbst vermeintlich private Inhalte können durch Screenshots oder Weiterleitungen öffentlich werden und lassen sich nur schwer wieder löschen.
Eine hilfreiche Testfrage für Eltern wie Kinder lautet: Würde ich dieses Bild oder diesen Text auch als Plakat am Bahnhof aufhängen? Diese einfache Faustregel hilft einzuschätzen, ob Inhalte wirklich online gehen sollten. Ein offenes Gespräch über digitale Spuren schützt die Privatsphäre aller und fördert einen bewussten Umgang mit dem Internet.
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Nachrichtenkompetenz und Fake News
Wahr oder erfunden? Echt oder manipuliert? Das Internet ist eine riesige Informationsquelle, aber auch ein unübersichtlicher Dschungel. Für Kinder und Jugendliche ist es oft schwierig, den Wahrheitsgehalt von Texten, Bildern und Videos einzuschätzen. Als Elternteil bist du ihre wichtigste Begleitperson. Mit deiner Erfahrung kannst du dein Kind unterstützen, einen kritischen Blick zu entwickeln und den Umgang mit Medieninhalten zu lernen. Mehr über Clickbaiting, Deepfakes, Deepnudes und Fake News findest du hier.
Datenschutz und Sicherheit
Im Internet lauern viele Risiken für Kinder und Jugendliche: Missbrauch von persönlichen Daten, ungeeignete Inhalte, Viren, Spam oder Abzocke. Technische Schutzmassnahmen helfen, bieten aber keinen vollständigen Schutz. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Kinder frühzeitig lernen, sich online verantwortungsvoll und vorsichtig zu bewegen. Dabei bist du als Elternteil eine wichtige Unterstützung. Weitere Informationen findest du hier.
Mechanismen hinter der Bildschirmzeit
Soziale Medien, Games und Apps sind gezielt so entwickelt worden, dass wir möglichst viel Zeit damit verbringen. Tech-Unternehmen arbeiten mit Psychologinnen und Psychologen sowie Verhaltensforschenden zusammen. Ihr Ziel ist es, Inhalte so zu gestalten, dass sie unsere Aufmerksamkeit gewinnen und es uns schwer machen, uns wieder davon zu lösen. Je länger wir auf den Plattformen bleiben, desto mehr Werbeeinnahmen generieren die Unternehmen.
Die Mechanismen dahinter sind raffiniert: Likes, Kommentare und Inhalte lösen Ausschüttungen des Belohnungshormons Dopamin aus. Dieses spielt auch bei Suchtverhalten eine Rolle. Push-Benachrichtigungen, automatisches Weiterscrollen und personalisierte Inhalte verstärken diesen Effekt. Algorithmen lernen dabei kontinuierlich, welche Inhalte uns besonders fesseln, und liefern immer mehr davon. Dadurch entsteht ein endloser Strom an Videos, Posts und Benachrichtigungen. Besonders Kinder und Jugendliche sind dafür anfällig, da ihre Impulskontrolle noch nicht vollständig entwickelt ist. Umso wichtiger ist es, dass Eltern mit ihren Kindern über diese Mechanismen sprechen und gemeinsam Strategien entwickeln. Dies können z.B. feste Bildschirmzeiten, das Deaktivieren von Benachrichtigungen oder bewusste medienfreie Zeiten sein. Mehr zu diesem Thema findest du hier.

